© 2018 by julia graeter

Ich sage nicht nein, ich sage JA!

– von einer Entscheidung mit vielen Möglichkeiten


Gut bezahlter Job, Homeoffice, tolles Team, fixes Einkommen. Klingt doch eigentlich nach dem perfekten Lebensentwurf!?


Ja. Für viele Menschen mag das so sein.

Nein. Für mich ist es das nicht. Nicht mehr.


Ich habe heute den großen Schritt getan. Ich habe gekündigt – und das ohne einen neuen Job auf der sicheren Seite zu haben. Für viele Deutsche ein Ding der Unmöglichkeit. Schlichtweg verrückt. Und ja - ich zittere. Aber ich zittere vor Aufregung. Vor Freude. Mit dieser Entscheidung sage ich nicht nein. Ich sage nicht nein zu meinem alten Job. Ich sage JA! Ja, zu einem Leben, das ich selbst gestalte. Ja, zu neuen Herausforderungen. Ja, zu meiner persönlichen Geschichte. Ja, zu meinen Fehlern, die ich mit Sicherheit auch machen werde. Ja, zu mir.


Doch wer bin ich? Ich weiß noch nicht genau, wohin die Reise gehen wird. Aber ich weiß, dass ich ein Mensch bin, der für den Moment im Leben lebt, an dem er reines Glück im Herzen spürt. Mein Herz schlägt und brennt. Es schlägt für die Natur. Meine Umwelt und Mitwelt.


Ich möchte meinem Herzen folgen. - Nein. Ich folge meinem Herzen.

Denn ich weiß, dass es immer den richtigen Weg geht. Auch, wenn das heißen mag, dass Hindernisse auf mich zukommen mögen.


Ich möchte für das kämpfen, was ich liebe. – Nein. Ich kämpfe für das, was ich liebe.

Denn ich will nicht alt werden und denken, ich hätte mehr tun können. Oder müssen. Lieber bereue ich, was ich getan habe, anstatt zu bereuen, dass ich nichts getan habe.


Ich möchte die Welt retten. - Nein. Ich rette die Welt.

Auch, wenn mir bewusst ist, dass es bereits anmaßend wäre, nur zu denken, dass ich das alleine kann. Aber das ist okey! Denn auch, wenn einer alleine die Welt nicht retten kann, muss doch einer damit anfangen. Und das fängt auch schon damit an, sich und seine eigene kleine Welt zu retten.


Dafür brauche ich Zeit. Mehr Zeit. Nach Feierabend erreicht man viel, doch die Stunden sind begrenzt. Ich vertrete die Meinung, das wichtigste Gut in unserer heutigen Gesellschaft ist die Zeit. Dennoch fixiert sich unser aktuelles System – und damit auch ein Großteil von uns – darauf, möglichst viel Geld anstatt Freizeit – "freie Zeit" – zu haben. Wir werden oftmals krank, weil wir zu viel arbeiten, um möglichst viel Geld zu verdienen. Geld, mit dem wir anschließend Medikamente kaufen, um wieder gesund zu werden. Wir rennen Geld nach, um Dinge tun zu können, für die wir dann aber keine Zeit mehr haben. Versteht mich nicht falsch, mit Geld kann man viel Schönes und Gutes tun. Doch bei den meisten Menschen nimmt der unendliche Wunsch nach immer mehr materiellen Gütern überhand und sie verlieren den Fokus, einfach glücklich zu sein. Mit dem, was man hat. Im Hier und Jetzt. Es ist ein Teufelskreis. Doch ich steige nun aus.


Ich folge meinem Herzen. Meiner Leidenschaft. Meinem Glück. Glück bedeutet, im Moment zu zu sein. Im hier und jetzt. Das gestern und morgen einfach zu vergessen und im Flow zu sein. Im Flow zu sein, bedeutet also Glück. Suche also nach dem, bei dem du dich und deine Umwelt vergisst und einfach nur im Flow bist. Denn erst dann, wenn du das tust, was du wirklich liebst, wirst du nie wieder im Leben eine einzige Stunde arbeiten müssen.


An dieser Stelle möchte ich mich dennoch noch einmal an mein aktuelles Team wenden. Ihr seid toll und ihr habt es mir nicht leicht gemacht diesen Schritt zu gehen. Danke für das Vertrauen und die Möglichkeiten, mich bei euch weiterzuentwickeln. Heute bin ich nicht mehr die selbe, wie an meinem ersten Arbeitstag bei euch – ich habe mich verändert. Weiterentwickelt. Ich wünsche euch allen auf eurem Weg soviel Leidenschaft, wie ich sie spüre, wenn ich an meine zukünftigen Projekte denke.


Folge deinem Herzen und tu was richtig ist – nicht, was einfach ist.

Jetzt stehe ich hier. Bereit für Neues. Und ich mache den ersten Schritt. Einfach so.


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